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Die ungewöhnlichen Wege, zur sinnvollen Ausrüstung für professionelle Diagnostik. Ultraschalldiagnose beim Heilpraktiker

Nikolaus Lesti erklärt den Nutzen der Ultraschalldiagnose für eine Heilpraktiker-Praxis in einem Video vor seiner Praxis

Heilpraktiker sind sehr häufig mit allerhand Geräten ausgestattet. Ob hochkomplexe Diagnosegeräte, die über Akupunkturpunkte und den elektrischen Widerstand der Haut, als Messergebnis ein homöopathisches Mittel anzeigen, oder ein Colon-Hydro-Therapie-Gerät, das sanft den Darm spült, oder ein Bioresonanzgerät um krankmachende Schwingungsmuster des Patienten umzustellen, oder ein Dunkelfeldmikroskop zur Blutanalyse, galvanische Fußbad-Geräte, Liegen mit Magnetfeldern und und und.

Vor ein paar Wochen war ich in München, auf dem Heilpraktiker-Kongress des Südens. Damit verbunden gibt es immer eine Industrie-Ausstellung der „grünen“ Pharmaindustrie und von Geräteherstellern. Es ist gigantisch – jedes Jahr gibt es neue Geräte zur Behandlung. Der Erfindergeist ist auf diesem Gebiet schier unerschöpflich. Die Heilpraktiker-Kollegen tummeln sich an den Ständen. Es gibt Geräte für und gegen alles. Auch ich habe mich umgesehen und mich informiert. Kommen doch die Patienten zu mir und fragen mich, was ich von diesem und jenem Gerät halte.

Ich weis so mancher Heilpraktiker hat einen Gerätepark im Wert von mehreren zig Tausend Euro in seiner Praxis stehen.

Doch ein Gerät für Sonographie, für Ultraschalldiagnose beim Heilpraktiker in der Praxis? Das ist bis lang noch ein Kuriosum. Ich habe auch keinen Hersteller solcher Diagnosegeräte auf der Industrieausstellung des Kongress gesehen.

Warum eigentlich? Zuverlässige, exakte und nachvollziehbare Diagnose mit Bild gebender Technik sollte beim Arzt wie beim Heilpraktiker das A und O der gewissenhaften Praxis sein.

Der wesentliche Grund für das Fehlen solcher Diagnosegeräte beim Heilpraktiker ist vor allem der hohe Anschaffungspreis. Dazu kommt, dass der Heilpraktiker pro Tag wesentlich weniger Patienten behandelt als der Arzt. Bei der ohnehin schon geringen Patientenanzahl ist noch dazu eine Untersuchung mittels Ultraschall bei den wenigsten Patienten nötig beziehungsweise sinnvoll. Aus der Perspektive der Wirtschaftlichkeit gesehen, ist so ein Gerät für den Heilpraktiker de facto unrentabel.

Nichts desto Trotz steht der fehlenden Wirtschaftlichkeit der hohe Sicherheitsfaktor, die Möglichkeit in vielen Fällen zielgerichteter und effektiver behandeln zu können und die Schaffung von Klarheit für Behandler und Patient gegenüber.

Man möge jetzt sagen: Ein guter Osteopath, Rolfer oder Chiropraktiker braucht doch kein Ultraschall, der fühlt doch alles ganz genau, der ist doch darin ausgebildet. Zu dem besitzt er, wenn er das schon mehr als 20 Jahren macht, einen 7ten Sinn für den menschlichen Körper und dessen Strukturen.

Ja, auch ich fühle sehr gut und manchmal glauben meine Patienten sogar ich wäre hellsichtig bzw. hellfühlig. Das kommt natürlich von meiner langjährigen Erfahrung. Doch begrenzt sich das was ich fühle tatsächlich auf das was ich wirklich fühlen KANN. Und vieles kann ich benennen, weil ich es aus meiner Erfahrung heraus erahne. Aber wie es mit „Ahnungen“ so ist, sie haben eine gewisse Trefferquote, sie unterliegen einer gewissen Unschärfe und die liegt irgendwo zwischen 30% und 95% genauer kann ich das gar nicht sagen. Vielleicht liegt die Trefferquote sogar höher als die so mancher Labort-Tests und sogar höher als die von Pendlern und Wünschelrutengängern.

Bei vielen Situationen, die zwar immer wieder, jedoch nicht alle Tage vorkommen, kann ich nichts fühlen, da die Strukturen extrem verhärtet sind oder unter anderen verhärteten Schichten vergraben sind. Mir fallen hierzu gleich die Verwachsungen durch OP-Narben ein. Oder wie sollte ich bei einem Patienten der wegen Wadenschmerzen zu mir kommt, den Zustand einer tieferen Beinvene beurteilen? Oder einen Gelenkspalt?

Für genau diese Situationen wünsche ich mir schon seit vielen Jahren so ein Ultraschall-Diagnose-Gerät.

Um den Faktor der Wirtschaftlichkeit zu umgehen, habe ich mich nun entschlossen, so ein Gerät über Crowdfunding (Schwarm-Finanzierung) zu verwirklichen. Hierzu hab ich eine Kampagne auf der Internet Plattform www.startnext.com veröffentlicht und hoffe nun, dass sich möglichst viele an meinem Projekt beteiligen. Menschen, denen der Sicherheits- und Qualitätsfaktor beim Heilpraktiker wichtig sind.



Ich möchte ein gutes Ultraschall-Diagnose-Gerät zur Verfügung haben für genau die Fälle wo ich es wirklich brauche, für die Sicherheit des Patienten, um schwere Erkrankungen ausschließen zu können, um diagnostische Klarheit für eine zielgerichtete Behandlung zu erlangen. Und gleichzeitig möchte ich nicht unter dem Druck stehen, ein Gerät möglichst oft einsetzen zu müssen um die Anschaffungskosten zu refinanzieren. Das stünde im Widerspruch zu meiner Berufsethik und meiner Behandlungs-Philosophie.


03.01.2024

Die Finanzierung des Ultraschall Untersuchungsgerätes habe ich über Crowd-Funding nicht erreicht. So habe ich mich im Herbst 2022 dazu entschlossen so ein Gerät zu finanzieren. Der einfachere Weg – so hat sich das im Nachhinein herausgestellt. Seither benutze ich mein tolles Untersuchungsgerät tatsächlich nur wenig. Also von der kaufmännischen Sich her ist es unrentabel. Doch in den wenigen Fällen in denen es zum Einsatz kommt leistet es mir hervorragende Dienste. Ich bin froh, dass ich es habe.


Lest mehr in meinem neuen Blog-Beitrag


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