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Hallux valgus - (Teil 5) Die Lösungsansätze


Wer der Sache nachhaltig und ohne Risiko begegnen möchte, der kommt nicht umhin, sich mit den Zusammenhängen in seiner Körperstatik zu befassen. Der kommt nicht umhin, sich seine Bewegungsmuster anzuschauen. Der kommt um regelmäßige Übungen nicht herum und an einer umfassenden Therapie seiner Körperstatik nicht vorbei. Der muss seine Bewegungsmuster ändern.


Wer ein inneres Bild seiner Körperhaltung hat, und diese von jetzt auf gleich verändern möchte, – probiert es ruhig mal aus – , der stößt auf eine massive Gegenspannungen. Es geht nicht. Unsere Faszien, das muskuläre Bindegewebe sind so fest und hart, dass es kurzzeitig vielleicht möglich ist, sich mal anders als gewohnt hinzustellen oder zu bewegen, doch sobald wir wieder locker sind, zieht es uns sofort wieder in unser altgewohntes Muster zurück. Muster sind hartnäckig.

Auf der einen Seite sind unsere Körper-Haltung, unsere Körperform und somit auch unserer Bewegungsmuster von dem rein physischen Spannungssystem in unserem Körper abhängig. Auf der anderen Seite sind unsere Bewegungsmuster, die Art, wie wir Bewegungen ausführen, fest in unserem Gehirn abgespeichert.

Wenn wir hier irgendetwas nachhaltig verändern wollen, dann müssen wir gleich zwei Systeme ändern. Noch dazu sind diese Systeme perfekt aufeinander abgestimmt, so dass hier jegliche Änderung als „Störung“ wahrgenommen wird. Schließlich hat das System Jahre und Jahrzehnte lang wunderbar funktioniert. In der Tat, es scheint schier unmöglich, hier überhaupt einzugreifen.


Die eine Möglichkeit, wie uns das dennoch gelingen kann, sind Übungen. Genauso wie unser aktuelles statisches System, unsere Körperhaltung, entstanden ist, so kann auch wieder ein neues entstehen. Die Übungen müssen hierfür gezielt und strategisch sein.

Um dieses Projekt in Angriff zu nehmen, ist allerdings vorher noch etwas erforderlich: Wir müssen wissen, wie unserer aktuelle Körper-Haltung überhaupt ist. Hier ist als erstes unsere eigene Körperwahrnehmung gefragt. Wenn ich nicht weis, wie ich bin, was soll ich da verändern? Ich kann nur verändern, was ich weis, das ich fühle oder mache. Körperwahrnehmung zu schulen ist schon ein Jahrtausende altes Therapiekonzept. Vorausgesetzt man bezeichnet Yoga als Therapiekonzept. Doch auch im vergangenen Jahrhundert hat Moshe Feldenkrais hierzu eine neue Version entwickelt. Durch hin-spüren heilen. Ich will hier nicht sagen, dass ihr unbedingt Yoga oder Feldenkrais machen müsst. Es gibt noch viele andere vor allem fernöstliche Methoden, um zu diesem Ziel zu gelangen, Qi-Gong, oder irgendeine Kampfkunst. Oder einfach die eigene Bewusstheit mit Bewusstheit fördern. Manche nennen das auch Meditation. Auch jeglicher Sport bietet hierzu die Möglichkeit. Auch das Spielen eines Musikinstrumentes. Vorausgesetzt ihr macht das Spielen, Sport oder was auch immer, eben bewusst.

Die Bewusstheit der Körperhaltung und der Bewegungsmuster ist hier wiederum das Eine. An Haltung und Muster etwas zu ändern das Andere und bei weitem schwierigere. Hier ist Fachwissen gefragt. Hier müsst ihr wissen, was ihr machen sollt, um eine ganz bestimmte Wirkung auf euren Körper zu erzielen.

Genau hierzu habe ich meinen Kurs: „Hallux valgus, – was kann ich selber tun?“ entwickelt.

Die regelmäßigen Übungen sollten darauf abzielen, Spannungen abzubauen, welche eine ungünstige Körperstatik und Körperhaltung verursachen. Sie sollen gezielt die geschwächten Muskeln trainieren, welche dem Hallux valgus entgegen wirken. Darüber hinaus sollten die Übungen günstigere Bewegungsmuster im System etablieren und wiederum mehr Körperbewusstsein schaffen.

Hallux valgus, eine Übung mit der Faszienrolle

Die Übungen, die ich in meinen Kursen vermittle, sind einfach und effektiv. Übrigens auch die Übungen

anderer Bewegungs- und Therapiekonzepte. Sie fordern allerdings etwas Durchhaltevermögen. Wer dies aufbringt, der wird die Situation um seinen Hallux valgus wesentlich verbessern. Doch auch hier stoßen viele an ihre Grenzen. Zum einen braucht es unheimlich Zeit. Schließlich hat der Hallux valgus auch unheimlich Zeit gebraucht, um zu entstehen. Eine andere Grenze liegt im faszialen System. Es gibt Strukturen, die im Laufe der Jahre und Jahrzehnte so zäh und hart geworden sind, dass sie sich auch mit Übungen nicht wieder so ohne weiteres lösen lassen. Die Grenze der Wirkung vieler Übungen, ob es dehnende, federnde oder formende sind liegt im System. Sobald wir durch eine Übung, eine Kette an Strukturen dehnen möchten, dehnt sich tatsächlich nur die ohnehin schon elastischere Struktur. Die zu dehnende härtere Struktur bekommt kaum was von der Wirkung der Übung ab.


Hier kommen entsprechende Geräte wie die Faszienrolle zum Einsatz. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Jeder der mit so einer Rolle schon Bekanntschaft gemacht hat, der weis, dass die Anwendung „intensiv“ ist. Das System unserer Faszien ist in seinem Aufbau so komplex und fein abgestimmt, dass die erfahrenen und feinfühligen Hände eines Therapeuten an vielen Stellen die bessere Wahl darstellt.

Die Physiotherapie ist die offizielle und staatlich, das heißt von unserem offiziellem Gesundheitssystem, anerkannte Therapieform. Da in diesem System jedoch rein Symptomen-bezogen gearbeitet wird und die Arbeitsweise schon abrechnungs-technisch ganz eng auf das Symptom gegrenzt werden muss, ist hier ein ganzheitlicher Ansatz kaum möglich. Wie auch sollte ein Behandler dem Sachbearbeiter der Krankenkasse gegenüber verständlich machen, dass beispielsweise eine Steifheit im Schultergürtel etwas mit dem Hallux valgus zu tun hat? Auch der Orthopäde oder Arzt, welcher die Physiotherapie verordnet, (der Physiotherapeut ist schließlich gegenüber dem Arzt „weisungs-gebunden“) schaut sich bei einem Hallux valgus, in der Regel, nur die Füße an.


Der einzige sinnvolle Weg um auch mit manueller Therapie weiter zu kommen wird schließlich die Alternativmedizin sein. Hier vor allem die Strukutrelle Integaration, im speziellen Fall Rolfing.

Die Besonderheit von Rolfing ist, dass sich der Therapeut (Rolfer genannt) den kompletten Menschen anschaut. Und das nicht nur im Stehen, oder im Liegen, sondern vor allem auch in der Bewegung. Mit seinem anatomischen Wissen sieht er die Funktion des sich in der Schwerkraft bewegenden Menschen. Er sieht die Zusammenhänge und die Logik von Körperhaltung, Körperstruktur und der Bewegungsmuster seiner Patienten. Bei jedem Eingriff den er in dieses geniale und komplexe System macht, überlegt er sich, was dieser Eingriff für Folgen auf das restliche System mit sich bringt. Wenn er an einer Körperstelle arbeitet, ist ständig auf der Suche nach den Spannungen in entfernten Strukturen des Körpers, die im gleichen Zuge ausgeglichen werden müssen, um den ersten Eingriff nachhaltig zu machen. Wobei ich Rolfing nicht als eine Disziplin betrachte, um einen Menschen von einer Körperform in eine andere zu pressen. Ziel ist es vielmehr, den Menschen von denjenigen Spannungen zu befreien, die ihn hindern, sich ausgewogen in seiner Achse, möglichst frei im Schwerefeld der Erde zu bewegen.

Ziel von Rolfing ist Freiheit, Anmut, Stabilität, Ausgewogenheit und Beweglichkeit.

Rolfing genießt einen sehr hohen Qualitätsstandard. Auch wenn vielleicht viele von euch den Begriff "Rolfing" hier das erste mal wahrnehmen, Rolfing gibt es in zwischen überall auf der Welt. Bestimmt auch in deiner Nähe.


Auf unser Thema, den Hallux valgus bezogen: Stabilität der Sprunggelenke, Ausgewogenheit der Belastung unserer Füße, freie Beweglichkeit aller Zehen, eine anmutige und physiologisch gesunde Geh-Bewegung und die Freiheit, „nichts extra machen zu müssen“. Und dies funktioniert nur, wenn der Rest des Körpers auch frei ist.


Lernen wir uns persönlich kennen bei meinem Kurs: "Hallux valgus - was kann ich selber tun?"


Dir ist die Anreise zu meinem Kurs zu weit? Dann finden noch weiter 9 Menschen, die ein Hallux valgus - Problem haben, und die bei meinen Kurs mitmachen wollen. Finde noch einen geeigneten Veranstaltungsraum, etwas ein Yoga-Studio, großer Praxisraum (ca.50 m²), öffentlich oder privat. Im Umkreis von 150 km um Ingolstadt halte ich meinen Kurs dann auch bei dir Vorort.

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